Jede Seeseite fasst vier Dinge zusammen: die letzte amtliche Probe, die Wassertemperatur, das Wetter für heute und morgen und die Sonnenzeiten. Hier steht, woher jede Zahl kommt und was sie nicht kann.
Welche Seen
Grundlage sind alle benannten Standgewässer in Deutschland aus OpenStreetMap. Flüsse, Kanäle, Gräben und Klärteiche sind ausgeschlossen. Aufgenommen wird ein See ab etwa 5 Hektar Fläche oder wenn er eine amtliche Badestelle oder eine Messstation trägt. Die Fläche ist aus dem Umriss geschätzt und auf eine Nachkommastelle gerundet. Gleichnamige Seen in der Nähe voneinander werden zusammengelegt; wo zwei verschiedene Seen gleich heißen, trägt die Adresse den Kreis. Führt OpenStreetMap einen zweiten gebräuchlichen Namen, steht er auf der Seite und wird von der Suche gefunden: die Möhnetalsperre also auch als Möhnesee.
Badestellen und Bewertung
Wie gut die Angaben sind, hängt vom Bundesland ab. Drei Länder veröffentlichen ihre Einzelproben offen, für die übrigen gilt die Jahreseinstufung der Europäischen Umweltagentur nach der Badegewässerrichtlinie. Auf jeder Seite steht, woher der Wert kommt und von wann er ist.
- Zwölf Länder mit eigenen Messwerten: Brandenburg, Berlin, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Sachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bremen. Bremen veröffentlicht keine Keimzahlen, aber wöchentlich Wassertemperatur und Freigabe. Je Badestelle die letzte Probe mit Datum, Keimzahlen und, wo das Land sie erhebt, Wassertemperatur und Sichttiefe. Dazu die aktuelle Meldung des Gesundheitsamts im Wortlaut.
- Mecklenburg-Vorpommern: Lage und Namen der Badestellen aus den Landesgeodaten, Bewertung aus der Jahreseinstufung.
- Übrige Länder: Jahreseinstufung der Europäischen Umweltagentur (ausgezeichnet, gut, ausreichend, mangelhaft) aus den amtlichen Meldungen der Badesaison. Das ist eine Bilanz über vier Jahre, keine Aussage über heute.
Brandenburg veröffentlicht für seine rund 250 EU-Badestellen nach jeder Probe eine Bewertung von „ausgezeichnet" bis „Badeverbot", dazu Wassertemperatur, Sichttiefe und Hinweise, etwa zu Blaualgen. Berlin veröffentlicht für 39 Badestellen die Messwerte von E. coli und Enterokokken sowie eine Ampelfarbe. Die Seite übernimmt diese Bewertungen unverändert und ordnet sie einer Ampel zu: grün für gut und ausgezeichnet, gelb für eingeschränkte Bewertungen und Hinweise, rot für Warnungen und Badeverbote. Die Bewertung eines Sees ist die schlechteste seiner Badestellen. Ein Blaualgen-Hinweis wird gesondert ausgewiesen, auch wenn die Bewertung grün bleibt.
Eine Badestelle wird einem See zugeordnet, wenn sie an seinem geschätzten Ufer liegt oder der Gewässername in der amtlichen Bezeichnung steht. Badestellen an Flüssen erscheinen in der Badestellen-Tabelle, aber ohne Seeseite.
Wassertemperatur
Drei Quellen: Wo eine Messstation der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung im oder am See liegt, gilt deren stündlicher Wert (PEGELONLINE). An den großen bayerischen Seen misst der Gewässerkundliche Dienst Bayern, ebenfalls stündlich bis täglich. Sonst steht der Wert der jüngsten amtlichen Probe, mit Datum. Ein Wert aus einer Probe von vor drei Wochen ist keine aktuelle Temperatur, darum steht das Datum immer dabei.
Wetter
Das Wetter kommt aus der Punktvorhersage MOSMIX des Deutschen Wetterdienstes, stündlich für 48 Stunden, von der nächstgelegenen der rund 2.800 Stationen in Deutschland. Die Grafik zeigt Lufttemperatur, Niederschlag, Sonnenscheindauer und Bewölkung. „Heute" umfasst 6 bis 21 Uhr. Die Entfernung zur Station steht unter der Grafik; bei mehr als 15 Kilometern kann das Wetter am See abweichen.
Sonne
Sonnenauf- und -untergang werden mit Skyfield und der JPL-Ephemeride für den Mittelpunkt des Kreises gerechnet, in dem der See liegt. Der Unterschied zum genauen Seemittelpunkt beträgt höchstens ein bis zwei Minuten.
Wassertemperatur ist nicht immer von heute
Nur an den Messstationen der Wasserstraßen wird stündlich gemessen. An einer Badestelle entsteht der Wert bei der Probenahme, also alle zwei bis vier Wochen. Auf jeder Seeseite steht das Datum dabei, und ab drei Wochen nennt die Seite ausdrücklich, wie alt der Wert ist. In den Listen „heute warm" und auf der Startseite stehen nur Messungen der letzten vierzehn Tage; ältere Werte erscheinen unter „Ältere Messungen" mit Angabe des Alters.
Aktualisierung
Die Seite wird mehrmals täglich neu gebaut. Der Stand steht in der Fußzeile jeder Seite. Wenn die letzte Probe einer Badestelle in der Badesaison älter als drei Wochen ist, weist die Seeseite darauf hin.
Was die Seite nicht kann
Sie misst nicht selbst. Zwischen zwei Proben kann sich die Wasserqualität ändern, besonders bei Hitze und nach Starkregen. Blaualgen können innerhalb von Tagen aufblühen. Entscheidend sind die Hinweise vor Ort. Die Seite ersetzt keine Warnung der Behörde und keine Badeaufsicht.
